Home
Kolumnen 2012
Kolumnen 2011
Kolumnen 2010
Anlässe
Politisches Engagement
Christliche Schweiz
Arbeitsgemeinschaft BCS
Kontakt
   
 


In den Monats-Kolumnen schreiben Mitarbeiter der dem BCS angeschlossenen Organisationen Kommentare zu aktuellen Zeitfragen.



Der Adventskranz und seine ultimative Botschaft

von Beat Schmid, lic.theol., Menznau

In diesen Tagen haben viele Leute einen Adventskranz in ihrer Stube. Kaum ein Zeitgenosse weiss jedoch, wer zum ersten Mal auf die Idee eines Adventskranzes gekommen ist. Es war Johann Hinrich Wichern (1808 bis 1881). Seine Eltern starben schon sehr früh und so wurde er als Kind zum Waisen. Er erlebte seine Kindheit in grosser Armut. Glücklicherweise hatte er Freunde, die ihn aufnahmen und es ihm ermöglichten, die Schulen zu besuchen und später Theologie zu studieren. Danach ging Wichern allerdings nicht in den Pfarrdienst, sondern trat eine Stelle als Oberlehrer an. Wichern hatte ein Herz für Kinder. In der Grossstadt Hamburg gab es viele verwahrloste Kinder, die keine Eltern und kein Zuhause mehr hatten und auf der Strasse lebten. Es bereitete Wichern unerträgliche Schmerzen mitansehen zu müssen, wie diese zerlumpten Kinder furchtbar an Hunger und Kälte litten und in dieser Not zu Dieben wurden. Wichern war erst 25-jährig, als er 1833 in einer Bauernhütte ein Jugendheim für straffällige Burschen gründete. Er half ihnen dort aus dem ’Sumpf’ zu kommen. Weil die Lebensbedingungen sehr hart waren, nannte er dieses Heim ‘Das Rauhe Haus’. Wichern war der festen Überzeugung, dass der christliche Glaube praktische Konsequenzen haben, sozusagen Hände und Füsse bekommen musste. Später gründete er auch eine sozial-pädagogische Diakonenschule und führte eine Gefängnisreform durch.  Wichern tat sein Bestes, um den verwilderten und verwahrlosten Jungen im ’Rauhen Haus’ zu helfen. So überlegte er sich einmal, wie er in der Adventszeit den armen Jungen eine besondere Freude machen könnte. Er besass nicht das nötige Geld, um ihnen irgendwelche Geschenke kaufen zu können. Was sollte er also tun? Da hatte er eine Idee: Er nahm ein grosses Wagenrad, dekorierte es mit Tannenzweigen und befestigte daran 23 Kerzen für alle Tage des Weihnachtsmonats bis zum Heiligabend. Für jeden Sonntag nahm Wichern eine dicke weisse Kerze und für die neunzehn Wochentage je eine dünnere, rote Kerze. Nun hatte Wichern noch ein Platzproblem. Wo gab es in der kleinen Bauernstube einen geeigneten Platz für den riesigen Kerzenkranz? Kurzentschlossen befestigte ihn Wichern an der Zimmerdecke wie einen Kronleuchter. Als Wichern am 1. Advent 1839 die Jungen mit diesem Kranz überraschte, strahlten ihre Gesichter vor Freude. Dieses Licht war für sie etwas ganz Besonderes, zumal es damals ja noch kein elektrisches Licht in den Stuben gab.  Für Wichern war klar: Jesus kam in die Not der Welt, um den Menschen zu dienen. Also sollen auch seine Nachfolger Diener sein und die Bedürfnisse ihrer Nächsten ernstnehmen. Doch Wicherns wichtigstes Ziel war letztlich nicht die soziale Hilfe. Vielmehr wollte er verhindern, dass die verarmten Leute sich für die Ideologie des atheistischen Sozialismus öffneten und sich dem christlichen Glauben entfremdeten. Durch seinen diakonisch-missionarischen Einsatz stellte Wichern unter Beweis, dass nur die biblische Frohbotschaft die zerstörerischen Kräfte in einer Gesellschaft wirksam eindämmen und eine lebenswerte Zukunft ermöglichen kann. Nicht zufällig hatte Wichern einen Lichter-Kranz (lateinisch: ’corona’) angefertigt. Dieser war für ihn ein Symbol für die leuchtende Krone des himmlischen Siegers, ein Zeichen des ultimativen, göttlichen Triumphes über alle lebensfeindlichen und glaubenszersetzenden Mächte.


Wenn wir heute Advent feiern, geht es nicht so sehr um die Erinnerung an die Geburt Jesu in Bethlehem vor 2000 Jahren. Vielmehr schauen wir vorwärts auf die Wiederkunft von Jesus Christus. Er selbst hat seine Rückkehr auf die Erde bei seiner Himmelfahrt angekündigt. Und in der ganzen Bibel wird die Wiederkunft nicht weniger als 1800 (!) mal erwähnt. Sie ist das wichtigste zukünftige Ereignis und der entscheidende Wendepunkt der Weltgeschichte. Nachdem der gefallene Engel und Widersacher Gottes der Menschheit gezeigt hat, dass er mit Lug und Trug die Völker ins Unheil stürzen kann, wird Jesus Christus als Messias, als König aller Könige und Herr aller Herren erscheinen. Dann wird er der Menschheit wahre Gerechtigkeit und echten Frieden bringen. Wir sollten die Wiederkunft in unseren Zukunftsplänen einplanen. Auch wenn sie heute von vielen Leuten, die sich gescheit finden, als Mythos bezeichnet wird. Da hören wir doch besser auf den bekannten Zürcher Theologen Emil Brunner: „Ein christlicher Glaube ohne die Erwartung der Wiederkunft gleicht einer Treppe, die nirgendwohin führt und im Leeren endet.“ Wer in der Erwartung der Wiederkunft lebt, wird sein Leben nicht mit Belanglosigkeiten verplempern, sondern sich wie Wichern um die Mitmenschen kümmern und allem Elend der Welt zum Trotz mutig die Zukunft wagen.

========================================



S i n n l o s e s   L e i d e n   o d e r   S i n n   i m   L e i d e n ?

von Christoph Keel-Altenhofer, Sekretär Human Life International (HLI) Schweiz

Neu sollen auch in Altersheimen und Pflegeheimen der Stadt Luzern die Sterbehilfefunktionäre und die Sterbehilfefunktionärinnen von Exit oder Dignitas einen Zugang erhalten. Diese applaudieren in den Medien natürlich lautstark über diese neue „Möglichkeit“. Sie schwafeln ja fortwährend, dass der freie Zugang zum Tod auf Bestelllung mehr Menschenwürde bringe...

Der Stadtrat wird dem Stadtparlament demnächst eine Weisung zur Debatte vorlegen, welches solches vorsieht. Ruedi Meier (Grüne Partei), der Sozialdirektor der Stadt Luzern und Beat Demarmels, Leiter Heime und Alterssiedlungen schreiben in ihrer Medienmitteilung vom 25. Oktober 2011 zur Veröffentlichung des Richtlinienentwurfs: „Die bisher fehlende Regelung in städtischen Einrichtungen könnte im Falle eines Wunsches nach Suizidbeihilfe aber dazu führen, dass eine Bewohnerin oder ein Bewohner am Lebensende und im Zustand schweren Leidens den Pflegeplatz verlassen müsste. Solche Eingriffe in eine an sich schon schwierige Lebenssituation müssen aus menschlichen Gründen vermieden werden.“  Da wird irgend ein mitleiderheischendes Argument gesucht, um Ungeheuerlichkeiten einzuführen. Wie viele Male wurde in der Geschichte bereits Mitleid missbraucht?

Weiter schreiben die Luzerner Funktionäre: „Von der Gesellschaft wird Beihilfe zum Suizid zunehmend als autonomer Entscheid des Individuums akzeptiert, wenn das Leben, subjektiv empfunden, unerträglich geworden ist und nur noch Leiden darstellt..“ In einem äusserst lesenswerten Interview im St. Galler Tagblatt vom 1.11.2011 meint die erfahrene Psychotherapeutin und Theologin Monika Renz auf die Frage: „Leiden und Sterben werden eher als Sinnlosigkeit verstanden, die es abzukürzen gilt. Welches sind die Konsequenzen dieser Haltung?“ Ihre Antwort: „Es trifft erstens Hundertausende von Patienten und Patientinnen in Spitälern und Heimen, die Kranken und Entstellten, die für sich ableiten, ohne Würde, zweitrangig zu sein. Ich erlebe jede Woche Patienten, die mir sagen: ‚Ich bin doch nichts mehr wert.’“

Ist diesen verantwortlichen Luzerner Sozialfunktionären noch nicht bewusst geworden, welche Paradigmenwechsel sie mit solchen „Weisungen“ einläuten und welche Botschaften sie gerade an Kranke und Leidende vermitteln. Heime werden zunehmend zu Orten, an denen nicht mehr bedingungslos Schutz und Pflege gefunden werden kann. Leiden wird sinnlos und lebensunwert dargestellt. Natürlich geht es nicht darum, Schmerz zu verherrlichen. Trotzdem: Es sollten andere Antworten gefunden werden auf das Leiden als die Beseitigung der Leidenden. Nehmen wir als Christen diese Aufgabe wahr?

Renz fährt in ihrem Interview weiter:“ Hinter der Forderung, selbst bestimmen zu wollen, wie und wann ich sterbe, steckt eine versteckte Ansprüchlichkeit. Diese Haltung der Ansprüchlichkeit bewirkt, dass das Personal von diesem Geist dirigiert und nicht mehr gleichermassen frei zur sachlich guten Arbeit ist. Ärzte sagen oft, dass sie nicht zu Exekutoren gemacht werden wollen. Ich konnte in den letzten zehn Jahren feststellen, dass sich die Atmosphäre in den Spitälern grundlegend verändert hat: Ein wirklich eindrucksvolles und würdiges Sterben, wie ich es in meinem Buch «Zeugnisse Sterbender» aufgezeichnet habe, wird mehr und mehr an den Rand geschoben. Die Chancen für klärende Familienprozesse am Sterbebett ergeben sich seltener. Zudem sind Schmerzen und Spannungen im Rahmen einer Haltung der Ansprüchlichkeit nicht kleiner,
sondern grösser. Patienten pochen auf ihr Recht ¬ statt loszulassen und zu sein.“

Endlich mal ein mutiges und wahres Wort zum Thema! Sonst scheinen die Palliativmediziner sich zunehmend mit den Suizidhelfern zu verbünden. Es ist äusserst schade, dieses Phänomen zu beobachten. Den Palliativmedizinern ist wohl dabei nicht bewusst, dass sie so ihr eigenes Fach abwerten. Für uns als Christen ist es höchste Zeit, unseren leidenden Mitmenschen auch in ganz schwierigen Situationen beizustehen, Hoffnung zu vermitteln, einen Sinn im Leiden zu entdecken.

========================================================




I s l a m i  s t e n   b e i m   T a g e s - A n z e i g e r ?

Von Dr. Daniel Regli, Präsident Familienlobby Schweiz

Nach den furchtbaren Anschlägen in Oslo bemühten sich Journalisten des Tages-Anzeigers einmal mehr vehement, konservative Politiker ins Umfeld antiislamistischer Terroristen einzureihen. Am 27. Juli 2011 berichtete der Tages-Anzeiger auf Seite 5 ausführlich über die Tat des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik . In einem grossen Kasten auf derselben Seite durften sich die Tagi-Journalisten Fabian Renz & Thomas Knellwolf dann darüber entsetzen, dass einige SVP-Politiker einer Gruppe deutscher Antiislamisten kürzlich Einlass ins Schweizer Bundeshaus verschafft hätten.

Ein aufmerksamer und fairer Chefredaktor hätte den fahrlässig unkompetenten Artikel seiner Schreiberlinge zurück gewiesen. Das ist natürlich nicht erfolgt. Dass das Haus Tages-Anzeiger laufend politisch motivierte Manipulation betreibt, ist bekannt. Dass der TA nun seine Medienmacht missbraucht, um mit den norwegischen Terroropfern die SVP ins Abseits zu manövrieren, darf nicht unbeantwortet bleiben.

Schon in den ersten zwei Zeilen vergreifen sich Renz & Knellwolf am journalistischen Handwerk. Der Titel lautet: ‚Antiislamisten besichtigen das Bundeshaus‘. Oberhalb des Titels erscheint eine Rubrik-Bezeichnung: ‚Islamkritisches Netzwerk‘. Die manipulative Gleichsetzung von zwei Begriffen offenbart das politisch motivierte Lügenkonstrukt: ,islamkritische Personen‘ und ‚Antiislamisten‘ werden kurzerhand der gleichen Kategorie zugeordnet. Wer also kritische Fragen an den Islam stellt, ist gemäss Renz & Knellwolf bereits ein Antiislamist und als potenzieller Gewalttäter zu verdächtigen.

Terroristen im Bundeshaus?

In der aufgeheizten Atmosphäre nach dem Massenmord des Anti-Islamisten Breivik verzichten Renz & Knellwolf bereitwillig auf die Unterscheidung der Begriffe. Sie schreiben: „Einige Vertreter der deutschen  antiislamistischen Szene waren vor wenigen Wochen zu Gast im Berner Bundeshaus. Lukas Reimann bestätigt, dass er in der Frühjahrssession einige Mitglieder der deutschen Partei ‚Die Freiheit‘ im Parlamentsgebäude herumgeführt habe.“  Ob es sich bei deutschen Besuchern vielleicht lediglich um islamkritische Personen gehandelt hat, kümmert die Schreibtischtäter Renz & Knellwolf nicht. Ihr Artikel hat nur ein Ziel: die namentlich genannten SVP-Nationalräte Reimann, Freysinger, Schlüer, Wobmann und Baettig ins weitere Umfeld des norwegischen Massenmörders zu rücken und sie als Rechtsextremisten zu verunglimpfen.

Der pädophile Mohammed

„Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Die Art und Weise, wie die Verantwortlichen des Tages-Anzeigers die Wahrheit traktieren, beweist, dass sie längst  Mitwirkende in diesem Krieg sind. Leider auf den falschen Seite! In ihrem Artikel bemühen sich Renz & Knellwolf krampfhaft darum, die internationale Anti-Islamistenszene zu entlarven. So benennen die Journalisten die treibende Kraft eines Counter-Jihad-Treffens, welches 2010 in Zürich stattgefunden hat. Es handelt sich um die Österreicherin Elisabeth Sabaditsch-Wolff, die im Februar 2011 laut Renz & Knellwolf von einem Wiener Gericht erstinstanzlich zu einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilt wurde. Sie hatte an einer Veranstaltung der „rechtspopulistischen“ FPÖ Mohammed als Pädophilen bezeichnet.

Die Wahrheit kümmert Renz & Knellwolf auch hier einen Dreck. Dabei wäre sie wie immer heilsam zur Klärung der Sachverhalte. Der „Prophet“ Mohammed hatte 13 Ehefrauen, wovon die jüngste, Aischa, beim Vollzug der Ehe neun Jahre alt war. Nach unserem europäischen Rechtsverständnis hat sich Mohammed hiermit der Pädophilie schuldig gemacht. Nichts mehr und nichts weniger. Dass er daneben noch etliche Sexsklavinnen hatte und seinem Adoptivsohn die Ehefrau ausspannte, tut für gutmenschliche Harmonisierer nichts zur Sache. Als Gefangene des Zeitgeistes verweigern sich sowohl Wiener Richter als auch Schweizer Journalisten unpässlichen Wahrheiten. Die Islamisten haben ihre hellste Freude an solchen Kollaborateuren. 

 
Europa: ein anti-islamistisches Projekt

Sind Renz & Knellwolf also Pro-Islamisten? Kaum. Sie würden die einlullende Behaglichkeit ihres links-konsumistischen Lebens wohl nie eintauschen gegen den Terror eines talibanistischen Regimes. Nein, nein! Die beiden Tagi-Journalisten kennen keine radikale Selbstvergessenheit. Lieber verharren sie in ihren roten, gut gepolsterten Schreibstuben und begnügen sich mit der lahmen Kraft einer antibürgerlichen Haltung.

Dass Europa erst möglich geworden ist durch die Tat eines „Antiislamisten“, darüber denken sie nicht nach. Nur weil Karl Martell die Mauren 732 n.Chr. in Frankreich zurückgeschlagen hat, konnte sein Enkel Karl der Grosse die Fundamente für Europas Zukunft legen. Auch hätte die westliche Welt längst keinen Bestand mehr ohne die kämpferischen „Anti-Jihadisten“, die uns in Wien dreimal vor dem blutigen Schwert der Osmanen bewahrt haben. Alle westlichen Geheimdienste sind aktuell damit beschäftigt, die Operationen von Islamisten aufzudecken, um sie polizeilich oder militärisch zu parieren. Anti-Islamismus ist Gebot jeder Stunde, meine Herren Renz & Knellwolf!! Wollen Sie nicht versuchen, mal was Substanzielles über Weltpolitik zu schreiben, statt weiterhin zu versuchen, den Konservativen gegen den Wind ans Bein zu pinkeln?

==========================================================



K e i n   K n i e f a l l   v o r   G e s s l e r ! ! 

von Dr. Heinz Gstrein, Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen der Schweiz

Wieder einmal erneuern Schweizerinnen und Schweizer am 1. August den tapferen Entschluss der Vorfahren, Heim und Heimat mit ihren Werten gegen einen übermächtigen Feind zu verteidigen. Das ist viel mehr als eine Erinnerungsfeier, denn die Schweiz sah sich immer wieder bedroht, wenn auch in anderer Gestalt. Erinnern wir uns an den Rütli-Rapport von General Guisan zum 1. August 1941, als Nationalsozialismus und Faschismus die allein noch freie Eidgenossenschaft eingekreist hatten.

Auch heute provoziert uns der Gesslerhut. Nicht jener der Habsburger, sondern der zeitgeistlichen Zwingvöte: Spott und Hass auf alles Christliche, aber Duldung, ja Verherrlichung des Tötens von ungeborenen Kindern und wehrlosen Kranken, Entwertung der Familie zugunsten gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Vertreibung christlicher Symbole, Lieder und des Religionsunterrichts aus Schulen und Öffentlichkeit, dafür die Sexualisierung der Kleinsten und eine schleichende, ja schon völlig offen betriebene Islamisierung in grossem Stil.

Dabei sollte zumindest gleiches Recht für alle gelten. Hingegen wütet im Namen von Toleranz, Aufgeklärtheit und Pluralismus verbissene Unduldsamkeit gegen jene, die sich dem „Mainstream“ in den Abgrund geistiger wie moralischer Zügellosigkeit entgegenzustemmen wagen. Der Massenmörder von Oslo wird jetzt sogar zum Anlass genommen, das Christentum als Religion der Gewalt zu diffamieren. Wie schon die ganze Missbrauchsaffäre für die Feinde der Kirche ein gefundenes Fressen war, um das gesamte religiöse Erziehungswesen und den Klerus im allgemeinen in den Dreck zu ziehen. Ein Aspekt ist bei dieser Debatte aber völlig zu kurz gekommen: Die so genannte sexuelle Revolution von 1968 hat auch in den Köpfen der Geistlichkeit viel Verheerung angerichtet. Nicht nur in der berüchtigten Mühl-Kommune und anderen wurden bereits die Kinder in die Freuden des Geschlechtslebens eingeführt, auch modern sein wollende Priester entschuldigten so ihre sexuellen Übergriffe auf Zöglinge und Ministranten vor dem eigenen Gewissen.

Heute steht uns aber viel Schlimmeres ins Haus: Der Anschlag zur Sexualisierung der Kinder im Grundschulwesen. Was man da vor hat, ist zumindest psychischer Missbrauch en gros. Gegen das und alles andere, was uns der Zeitgeist zumuten will, tut ein neuer Rütlischwur not!  

==========================================================

 



von Dr. Markus Schildknecht, Gebet für die Schweiz

Oft wird der Nationalfeiertag zum Nationalklagetag. Als Christen haben wir jedoch allen Grund, den 1. August als Danktag für die Vergangenheit und Gegenwart zu sehen. Gebt darum Gott die Ehre, heiligt Seinen Namen in allen Gesellschaftsbereichen, damit wir auch in Zukunft den 1. August als Danktag feiern können.

Oft stehen Probleme und Negativentwicklungen im Vordergrund, wenn wir an die Entwicklungen in unserem Land denken. Der 1. August ist jedoch ein Nationalfeiertag! Ich möchte darum der Frage nachgehen, was es dieses Jahr zu feiern gibt. Feiern wir einfach die Existenz als Nation seit langer Zeit, d.h. die Vergangenheit? Feiern wir aktuelle Ereignisse, die einer Feier wert sind, d.h. die Gegenwart? Oder feiern wir die Perspektiven unseres Landes, d.h. die Zukunft?

Ist nicht der HERR Euer Gott mit euch und hat euch Ruhe gegeben ringsumher?1. Chronik 22,18

Wenn wir zurück schauen, haben wir sicher viel Grund zum Feiern. Ich sehe viele Gründe für eine Dankfeier Gott gegenüber. Wir leben in einem fruchtbaren Land, dessen Schönheit weltbekannt ist. Wir erleben und erlebten Frieden, Freiheit und Wohlstand, wie es in kaum einem anderen Land auf dieser Erde möglich war. Wir dürfen mit einer vergleichsweise effizienten und bürgernahen Verwaltung und Regierung leben.  Und es gibt noch vieles mehr, das zu nennen wäre. Natürlich gab es auch Schattenseiten wie die Reislauferei, Bürgerkriege oder Zeiten des Hungers, doch insgesamt zeigt sich das Bild eines reich gesegneten Landes.

Bietet nun auch die aktuelle Situation Anlass zum Feiern? Bei dieser Frage regen sich sicher gemischte Gefühle. Es gibt vieles, das uns bange werden lässt, zu Klagen führt. Doch Hand aufs Herz; geht es uns heute wirklich schlechter als früher? Sind wir nicht sehr bewahrt durch Finanz- und Wirtschaftskrisen gekommen? Sind wir nicht von Grossereignissen der Kategorie ‚Unglücksfälle und Verbrechen‘, wie wir sie weltweit sehen, weitgehend verschont geblieben? Haben wir nicht alle Freiheiten, unseren Glauben zu leben und zu bezeugen? Ist das Klagen nicht viel mehr eine Projektion von Erwartungen in die Zukunft …

-  … weil unsere Bildungs- und Führungselite sich zunehmend vom christlichen Fundament unseres Landes verabschiedet …

- … weil wir unsere Sicherheit in menschlicher Versorgung und Vorsorge suchen und wir nicht wissen, ob der heutige Standard gehalten werden kann?

Zusammenfassend stelle ich fest, dass Vergangenheit und Gegenwart Grund genug sind, den Nationalfeiertag als Dankfeiertag zu sehen!

Ob die Zukunft Anlass zum Feiern geben wird, hängt von uns heute ab:

Danken und Ehren wir Gott für die gesegneten Grundlagen und die Gnade, die ER uns geschenkt hat?

Sind wir uns bewusst, dass der Segen Gottes für das ganze Land in der Zukunft ganz wesentlich davon abhängt, wie wir Christen Gott in unserem Land ehren und Seinen Namen in allen Gesellschaftsbereichen heiligen?

Und Josua sprach  zu Israel: wie lange seid ihr so lässig, nicht hinzugehen und das Land einzunehmen, das euch der HERR, der Gott Eurer Väter gegeben hat? Josua 18,3

Lasst uns darum den Nationalfeiertag als Tag nutzen, an dem wir Busse über alle Gottesferne in unseren Land tun, aber auch Gott danken und ehren für allen Segen, in dem wir leben dürfen! Lasst dies am 1. August 2011 auf der Allmend in Bern gemeinsam sichtbar werden!

==========================================================




von Dr. Daniel Regli, Präsident Familienlobby Schweiz

Im Tages-Anzeiger vom 1. Juni 2011 berichtet Bettina Weber in einem ausführlichen Artikel auf S. 31 über zoophile Menschen. Das sind nicht etwa Personen, die gerne in den Zoo gehen, sondern Männer und Frauen, die sexuelle Beziehungen mit Tieren unterhalten. Früher hiess das Ganze im deutschen Wortschatz noch 'Sodomie'. Da sich der Begriff im Englischen auf Homosexualität bezieht, haben sich die zeitgeistigen Sprachgestalter auf 'Zoophilie' geeinigt. Zudem: der Begriff 'Sodomie' könnte ja daran erinnern, dass die Geduld Gottes mit sexuell abartigen Gesellschaften auch nicht ohne Ende ist!! Schliesslich zerstörte der Allmächtige die homosexualisierte Stadt Sodom mitsamt ihren Bewohnern. 

Nun heissen die Zeitgenossen, die eifrig bemüht sind, sich vom Makel der Diskriminierung zu befreien, also 'Zoophile'. Nicht etwa Zoosexuelle. Auch diese früher gebräuchliche Unterscheidung ist den totalitären Sprachzertrümmerern zum Opfer gefallen. 

'Homophile' nannte man seit jeher solche Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Das griechische Wort 'philein' heisst lieben, gerne haben. Das ist noch keine Sünde, sondern lediglich eine psychische Fehlentwicklung. Erst der homosexuelle Verkehr wurde von den biblischen Geboten verurteilt und im Alten Testament mit der Todesstrafe belegt. Auch Menschen, die mit Tieren Sex hatten, mussten im antiken Israel getötet werden. 

Vor einem Blutgericht muss sich heute kein 'Sodomit' mehr fürchten. Die Journalistin des Tages-Anzeigers berichtet in ihrem Artikel von einer Tagung zum Thema 'Zoophilie' an der Uni Zürich, an welcher sich im brechend vollen Hörsaal zwei Männer als 'Zoophile' outeten. K., einer der beiden, bezeichnet "seine Hündin als Lebensgefährtin, mit welcher er eine Beziehung auf Augenhöhe habe". Die Gesetze müssen dann in einem solchen Fall nur noch dafür sorgen, dass dem Tier kein Unrecht und keine Gewalt angetan werden!! Das Revival des Tierschutzanwalts ist somit nur ein Frage der Zeit!

Welcher liebende Vater wünscht sich, dass seine Tochter ihm eines Tages einen Rottweiler als Schwiegersohn vorstellt? Das sind nichts anderes als Zeichen einer untergehenden Kultur. Dass Bettina Weber den Titel ihres Artikels 'Das letzte Tabu' nennt, erstaunt. Wie kann eine versierte Redaktorin nur zu einer so oberflächlichen Schlussfolgerung kommen? Glaubt die Dame wirklich, dass ein unmoralischer Zeitgeist keine weiteren Ideen und Praktiken auf Lager hat, die es aus der Sphäre des Verbotenen ins gesellschaftliche Tageslicht zu rücken gilt? Immer offener wird legitimer Sex mit Kindern gefordert. Und die armen Sadisten und Antisemiten, die sich immer noch verstecken müssen! Und, auch die Lustmörder leiden doch unter ihrer Diskriminierung!! Hat nicht die 68er-Ikone Simone de Beauvoir ein prophetisches Büchlein geschrieben, in welchem sie dem Begründer des Sadismus die Ehre erweist, einen gültigen Lebensentwurf vorgelegt zu haben (Faut-il brûler de Sade?)? 

Endstadium einer sterbenden Gesellschaft sind dann meistens die staatlich zelebrierten Menschenopfer. Wer meint, man könne in diesem existenziellen Kulturkampf abseits stehen, täuscht sich. Entweder ist man Teil des Problems, oder Teil der Lösung! Wer für die Zukunft unseres Volkes gute Gedanken und Ziele hat, muss sich gegen die moralische Zerstörung zur Wehr setzen. Wer seinen Ruf, seine Kraft und sein Blut nicht einsetzt, um von dieser Katastrophe umzukehren und zu genesen, weiss nicht was Liebe und Leben heisst. Laue Feiglinge wird Gott aus seinem Munde ausspucken (Offenbarung 3,16).

==========================================================




von Beatrice Gall, Geschäftsführerin Zukunft CH, Binz

Frühling ist etwas Wunderbares. Jedes Jahr scheinen die Menschen wieder neue Kraft und Energie zu schöpfen, wenn die ersten Knospen an Bäumen und Büschen erscheinen und Krokusse, Narzissen und Tulpen als fröhliche Frühlingsboten aus dem Boden schiessen. Diese Aufbruchsstimmung, die in der Natur in diesen Tagen herrscht, können wir auch bei den Menschen beobachten.

Als vor einigen Tagen die ersten längeren Sonnenstrahlen zu sehen waren, konnte man z.B. sofort zahlreiche Gartenbesitzer in ihre Gärten stürmen sehen. Flugs wurden die Gartenhandschuhe und weitere Utensilien aus dem Schöpfli geholt, um sich endlich der ersten intensiveren Gartenarbeit zu widmen. Viele von ihnen schienen nur auf die ersten Zeichen des Frühlings gewartet zu haben, um mit Graben, Pflügen, und Pflanzen loslegen zu können. Aufbruchsstimmung lag in derLuft.

So wie Gartenbesitzer im Frühling auf die ersten Sonnenstrahlen warten, so warten viele Menschen in unserem Land auf die ersten Zeichen des Aufbruchs, wenn es um die Wiederbelebung der christlichen Werte, um die dringend notwenige Stärkung der Familien in Politik und Gesellschaft geht. Ganz besonders, da nun immer deutlicher wird, wie die Leitlinien des Gender Mainstreamings zunehmendin Politik und Gesellschaft umgesetzt werden sollen.

Denn obwohl das Wort „Gender“ kaum jemand kennt, ist „Gender-Mainstreaming “mittlerweile zum „Leitprinzip“ der Politik geworden. Der Begriff dient dazu, die Geschlechtsrollen von Mann und Frau aufzulösen. Heterosexualität soll alsNorm „überwunden“ und die Gleichwertigkeit jeder sexuellen Orientierung insbesondere durch eine Umerziehung der Kinder und Jugendlichen erreicht werden. Die Gender-Ideologie hat sich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit vonder EU über die staatlichen Institutionen, die Universitäten und Ausbildungseinrichtungen bis an die Basis der Schulen und Kindergärten eingeschlichen. Was mit der Studentenrevolte von 1968 begann, wird heute von der UNO, der EU und den Regierungen der westlichen Welt mit allen politischen, gesetzlichen und finanziellen Mitteln vorangetrieben – eine Kulturrevolution, welche die Sozialstruktur unserer Gesellschaft in ihrem innersten Kern verändert und unser Wertefundament zerstört.

Dabei kommt das Programm rund um Gender Mainstreaming gut getarnt daher: Zunächst scheint es „nur“ um die Aufhebung von angeblich immer noch bestehenden Benachteiligungen der Frau durch „Gleichstellungspolitik“ zu gehen. Sieht man jedoch genauer hin, merkt man schnell, dass es nicht wirklich darum geht, die Rechte und die Stellung der Frau in der Gesellschaft zu verbessern. Denn dann bedürfte es keiner Abschaffung der Geschlechtsidentität von Mann und Frau. Eine besondere Rolle bei der Durchsetzung des Gender-Programms spielt die Sprache. Oft wird mit Begriffen wie „Gleichstellung“, „Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt“ und „Menschenrechte“ um sich geschmissen und argumentiert. Dabei ist statt „Gleichstellung“ „Gleichmachung“ gemeint, mit „Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt“Quotenregelung u.Ä., die mittlerweile dazu beitragen, dass besser qualifizierte (Männer) einen Job nicht bekommen, weil sie das „falsche“ Geschlecht haben. Unter Menschenrechte fällt auf einmal das „Recht auf Abtreibung“ – wie soll denn das funktionieren mit den wirklichen Menschenrechten, „Recht auf Leben“ und der unantastbaren Würde des Menschen?  Und das Groteske geht noch weiter, in die nächste Sprachebene: Das EU-Parlament, der Europarat, staatliche Behörden und grosseFirmen sind im Begriff, die Sprache im Namen der Geschlechtergerechtigkeit zu „gendern“. Dazu gehört die Ausmerzung des „generischen Maskulinums“. So darf es nicht mehr heissen: Lehrer, Philosophen oder Fussgängerstreifen. Es muss heissen: Lehrpersonen, PhilosophInnen, Fussgängerinnenstreifen usw. Für politisch korrektes Deutsch erarbeiten Behörden verbindliche Leitfäden. Einige können sich vielleicht noch daran erinnern, wie Mitte letztenJahres die Stadtverwaltung von Bern in ihrem neuen Sprachleitfaden die Abschaffung der Begriffe „Vater“ und „Mutter“ verlangte. Es dürfe nur noch „das Elter“ heissen. Begründung: Die Diskriminierung homosexueller Elternteile muss vermieden werden.  Man weiss tatsächlich nicht, ob man lachen oder weinen soll. Ich für meinen Teil bin Mutter – und mit meinen Mann, dem Vater meines Kindes, sind wir zusammen Eltern. Und daran ändert für mich kein Sprachleitfaden der Welt etwas. Diese Schöpfungsordnung hat Gott für uns aufgestellt, und sie ist gut für uns. Gott hat auch jedem einzelnen Menschen dieser Welt eine Würde verliehen. Und die ist unantastbar. Diese Würde ist bei dem einen nicht weniger als bei dem anderen. Deshalb dürfen Menschen nicht misshandelt oder anderweitig in ihrer Würde herabgesetzt werden. Dies aber geschieht genau dann, wenn wir versuchen, alle Menschen „gleich“ zu machen, ja zu neutralisieren, gerade in ihrer Geschlechtlichkeit. Wir sind als Mann und Frau geschaffen, nicht als Neutrum, Elter oder ähnlich Seltsames. Die Gender-Debatten geschehen im Moment sehr im Verborgenen. Es gibt kaum öffentliche Debatten im Parlament oder in den Medien.Das heisst, die Regierungen unserer demokratischen Staaten verpflichten sich auf Ziele, welche die fundamentalen Sozialstrukturen, die Familien, ja den Menschen selbst verändern, ohne dass das Volk irgendetwas davon weiss. Ein Aufbruch in Richtung Wiederbewusstmachung der christlichen Werte und der damit verbundenen Förderung für die Familien in unserem Land wird also immer dringlicher. Lassen wir die Menschen nicht weiter auf den Aufbruch warten, sondern brechen wir als Christen gemeinsam auf! Mischen wir uns ein in die Diskussionen, beziehen wir Stellung und leben wir das, was wir fordern – die christlichen Werte – auch selbst authentisch vor. Denn mit den christlichen Werten und Familien ist es wie mit den Sonnenstrahlen: Ohne sie kann unser Land nicht gedeihen. Brechen wir auf! Der Frühling ist da.

==========================================================




von Pfr. Hansjürg Stückelberger, Präsident Zukunft CH, Binz

Die revolutionären Volksbewegungen in den verschiedenen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens haben uns alle überrascht. Mit grosser Verwunderung und mit  Anteilname und Sympathie  Gefühlen hörten wir, wie unterdrückte Volksschichten Freiheit und Demokratie forderten. Manche Politiker, vor allem linke, gerieten ins Schwärmen. Euphorisch forderte der deutsche SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier  einen Marschallplan, - wie nach dem Zweiten Weltkrieg -  um in Nordafrika  mit grosszügiger Wirtschaftshilfe die Armut abzuschaffen und die Demokratie zu festigen, womit  Europa zugleich  zahlungskräftige Handelspartner erhalten würde. Und jetzt verhandeln westliche, arabische und afrikanische Regierungschefs darüber, wie Lybien nach dem Abgang von Gaddafi neu geordnet werden soll und vergessen dabei, dass es ein Selbstbestimmungsrecht der Völker gibt.

Offenbar hat man aus dem Krieg im Irak wenig gelernt.  Als die amerikanischen Truppen, verstärkt durch die Koalition der Willigen, den grausamen Diktator Saddam Hussein 2003 zu Fall brachten, erwarteten sie, als Befreier begeistert empfangen zu werden, weil, wie sich die damalige Aussenministerin der USA, Condoleezza Rice äusserte, jedes Volk sich nach Demokratie und Freiheit sehnt. Das war ein teures und gigantisches Fehlurteil. Der Irak wurde zum blutigen Alptraum. Die westlichen Befreier wurden zur Besatzungsmacht mit Tausenden von toten Soldaten, abgesehen von den ungezählten Opfern auf irakischer Seite. Nur mit äusserster Mühe und Hunderten von Milliarden Dollars gelang es, im Irak eine einigermassen demokratieähnliche Regierung zu bilden. Ob diese sich nach dem Abzug der Amerikaner halten wird, weiss niemand. Der Krieg zur  Befreiung Afghanistans von den Taliban dauert bald zehn Jahre. Dass am Schluss eine echte Demokratie resultieren wird, glaubt wohl kein Politiker mehr.

Wir westliche Menschen haben vergessen, dass unsere Freiheit letztlich in der Bibel begründet ist. Gott ist absolut frei. Weil er die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat , hat er auch den Menschen weitgehende Freiheit anvertraut. Wer unter Gott lebt, lebt in Freiheit.  Er ist befreit von seiner Schuld, befreit religiösen Fesseln und  von  bösen Mächten. Deshalb stellt sich Gott zu Beginn der zehn Gebote vor als „dein Gott, der ich dich aus dem Lande Ägypten, aus dem Sklavenhause,  herausgeführt habe.“ (2. Mose 20, 2) Und Jesus bestätigt: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh. 8,32) Deshalb kann Paulus zusammenfassen: „Für die Freiheit hat uns Christus frei gemacht.“ (Gal, 1) Das Christentum ist die einzige Religion der Freiheit. Islam heisst Unterwerfung. Der Muslim Prof. Bassam Tibi hat nach eignen Angaben erst im Westen gelernt, sich als Individuum zu verstehen. Auf Grund des christlichen Menschenbildes sind in Europa verschiedene Vorformen von Demokratie entwickelt worden, die schliesslich in den USA zur ersten, echten Demokratie geführt haben. (Verfassung von 1787) Ohne dieses christliche Verständnis des Menschen hat sich nirgends auf der Welt ein freiheitlich demokratischer Rechtsstaat entwickelt. Die Regierungsbildung in Ägypten deutet bisher in keiner Weise darauf hin, dass in Zukunft dort echte Freiheit einziehen wird und Christen nicht mehr bedrängt, christliche Mädchen entführt, mit Drogen willfährig gemacht zwangsweise mit Muslimen verheiratet werden und immer wieder koptische Kirchen in Flammen aufgehen..

==========================================================




von Dr. Daniel Regli, Präsident Familienlobby, Zürich

Die 68er haben keinen Hehl daraus gemacht, dass sexuelle Handlungen mit Kindern und zwischen Kindern eine legitime Spielart der Gesellschaft sein soll.  

1. Öffentlich berichtete Eike, eine Bewohnerin der Berliner Kommune 2, im Juni 1968, wie sie ihren vierjährigen Sohn handgreiflich zum Koitus mit der kleinen Grischa motivierte. (Quelle: Lau, Mariam. Die neuen Sexfronten: Vom Schicksal einer Revolution. Berlin 2000. S. 107).

2. In seinem 1975 erschienen Buch „Der grosse Basar“ schilderte der 68-Führer Daniel Cohn-Bendit unverblümt seine genitalen Kontakte zu kleinen Mädchen im Alter ab fünf Jahren. Cohn-Bendit kindergärtnerte zwischen 1972 und 1974 in einem alternativen Kindergarten in Frankfurt. Die Weltwoche Nr. 01/2011 berichtete über die niemals geahndeten Verstösse des „roten Danny“, der immer wieder mal als EU-Präsident (!) gehandelt wird. 

3. Auch der menschenrechtspolitische Sprecher der Deutschen Grünen, Volker Beck, forderte 1988 ohne Scheu die Entkriminalisierung von Sex mit Kindern. „Wer für die Lebenssituation der pädophilen Menschen etwas erreichen will, muss diese Diskussion mit Aufklärung und Entmythologisierung vorbereiten ...  Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich.“ Volker Beck,  In: "Das Strafrecht ändern?: Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik" in: Angelo Leopardi (Hg.). Der pädosexuelle Komplex: Handbuch für Betroffene und ihre Gegner. Berlin 1988. S. 266, 268. Das Buch scheut sich nicht, Fotos von ca. 8-jährigen Knaben als erwünscht legitime Sexualpartner abzubilden.

So wissen wir nun auch, aus welchem Grund die Linken „Die Lufthoheit über die Kinderbetten erobern wollen!“, wie es der damalige Generalsekretär der SPD, Olaf Scholz, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 03.11.2002 postulierte. 

Wer meint, bei den oben aufgeführten Beispielen handle es sich um Entgleisungen einer revolutionären Phase, die als Fussnoten der Geschichte abgehakt werden können, irrt gewaltig. Die 68er und ihre Nachfolger waren bei ihrem Gang durch die Institutionen sehr konsequent und ausdauernd. Sogar in der etwas prüden Schweiz sind sie an Schlüsselstellen staatlicher Macht vorgerückt. Es ist ein Leichtes, die Akteure zu identifizieren, welche die Sexualisierung der Kinder vorantreiben (die Weltwoche Nr. 47/2010, S. 44-45, berichtete ausführlich über Ziele und Programme der Sex-Aktivisten). Sie sitzen beim Bundesamt für Gesundheit, in den kantonalen Erziehungsdirektionen, in den Pädagogischen Hochschulen, in den Bildungsräten. Einzelne verstecken sich. Andere stehen stolz zu ihrer „fortschrittlichen“ Überzeugung, dass Kinder ab vier Jahren im Rahmen der Volksschule in Leitlinien und Praxis moderner Sexualität eingeführt werden müssen. Via Lehrplan 21 und Harmos wollen die Sex-Revolutionäre ihr Diktat an allen Schweizer Schulen durchsetzen. Grundlage dazu bildet einmal mehr eine mit Staatsgeldern bezahlte, teure Studie von sogenannten Fachleuten. 
 
Im November 2008 hat das Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz PHZ in Luzern ein Grundlagenpapier veröffentlicht: „Sexualpädagogik und Schule: Grundlagen für die schweizweite Verankerung von Sexualerziehung in der Schule“ herausgegeben. Am 26. März findet in Bern die zweite Fachtagung zum Thema statt: www.amorix.ch

Der Leitgedanke der PHZ-Studie lautet: Kinder sind ab Geburt sexuelle Wesen. Um sie vor Missbrauch und körperlichen Krankheiten (z.B. AIDS) zu schützen (darum das vorgeschobene BAG!), müssen sie im Rahmen der Volksschule ab vier Jahren von speziell ausgebildeten Fachpersonen sexuell gebildet werden. Ein guter Teil der „Fachpersonen“, die aktuell planen und später dozieren wollen, stammt von Schwulen-, Lesben- und Transsexuellen-Organisationen. Diese sind eifrig bemüht, dass die Kleinen frühzeitig von den "Fortschritten" der sexuellen Allbeliebigkeit vernehmen, Schliesslich sollen die Kinder, befreit von kirchlichem Mief, möglichst bald die Vorzüge der Sexuellen Revolution geniessen können.  
 
Hier geht es um nichts weniger als um Mission!! Nun, da die Kirchen weitgehend aus den Schulen verdrängt sind, sollen die Kinder von den Sexualisten missioniert werden. Für Vierjährige lauten die Koordinaten der PHZ-Studie: 

  • Genitale Körperlichkeit
  • Kindlicher Forschungsdrang
  • Sexuelle Neugierde
  • Entdeckung der Sexualorgane als Quelle neuer Lustgefühle
  • Zeigeluste und genitale Spiele
  • Erotisches Interesse an den Eltern
  • Erste Fragen zur Sexualität
  • Selbststimulation
  • Entdecken von Körperregionen als Quelle neuer Lustgefühle
  • Bewusstes, wiederholtes Manipulieren von Körperstellen und Sexualorganen

Glücklicherweise leben wir in einer direkten Demokratie. Noch sind öffentliche Diskussion und politische Gegenwehr erlaubt. Überall im Land formieren sich zur Zeit kirchliche und politische Gruppierungen, um den Kampf gegen die geschilderte Entwicklung aufzunehmen. Das Schweizer Volk hat die Versächlichung der Kinder zu lange kampflos hingenommen. Gedeihende Kinder im Mutterleib wurden zur Sache erklärt, die fast jederzeit aus fast jedem Grund entsorgt werden kann. Kinder, die es auf die Welt geschafft haben, wurden zur Sache erklärt, die man in Krippen und Horte auslagern kann.  

Natürlich dreht sich die Spirale weiter. Wenn das Schweizer Volk nicht Gegensteuer gibt, werden bald pädophile und andere sexuell desorientierte Fachpersonen die Möglichkeit erhalten, unsere Kinder im Rahmen der Volksschule vorzeitig und destruktiv zu sexualisieren. Die Sache Kind als willkommenes Sexobjekt! 
 
Betet, freie Schweizer, betet!!
Betet und handelt!!!!




von Celsa Brunner, Mitarbeiterin Arbeitsgruppe Jugend und Familie
  
Die schleichende Auflösung der Moral

Der vor Jahren eingeläutete Abschied von der intakten Familie trägt immer seltsamere Blüten. Der Zerfall der familiären Wert-und Moralvorstellungen schreitet rapide voran. Neuste Entgleisung in diese Richtung ist der bundesrätliche Vorschlag für eine Aufhebung des Inzestverbots. 

Gut fünf Jahre sind es her, seit am 5. Juni 2005 das neue Partnerschaftsgesetz angenommen wurde. Die „eingetragene Partnerschaft“ stellt homosexuelle Paare den Ehepaaren weitestgehend gleich, etwa in der Unterstützungspflicht, im Steuerrecht oder im Umgang mit Versicherungen wieder AHV. Hoch und heilig wurde vor der Abstimmung von den Befürwortern – insbesondere den Freisinnigen, aber auch der CVP – versprochen,dass ein Adoptionsrecht durch gleichgeschlechtliche Paare damit weiterhin absolut ausgeschlossen bleiben würde. Grad fünf Jahre später sieht es nunvöllig anders aus.

Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare  

So deponierte am 15. Juni 2010 der Verein „Gleiche Chancenfür alle Familien“ bei der Bundeskanzlei mit etwas über 19'000 Unterschriften eine Petition, welche für homosexuelle Paare die gleichen Eltern- und Adoptionsrechte wie für Ehepaare fordert. Flankierend hierzu wurden am selben Tag zwei parlamentarische Vorstösse eingereicht, nämlich von Nationalrätin Katharina Perlicz-Huber (GPS/ZH) eine Motion mit der Überschrift Aufhebung des Adoptionsverbotes für Personen in eingetragener Partnerschaft (mit unterzeichnetvon 55 weiteren Nationalräten) und von SP-Nationalrat Mario Fehr (SP/ZH) eine Motion mit dem Titel Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare“ (mitunterzeichnet von 67 weiteren Nationalräten). Zu den Mitunterzeichnern der erstgenannten Motion gehörten nicht nur SP und Grüne, sondern durchaus auch Liberale, wie etwa die Appenzeller FDP-Nationalrätin Marianne Kleiner oder die Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder.

Massives Lobbying der Medien

Frappant ist auch die Unterstützung, welche ein Adoptionsrecht homosexueller Paare in den Medien erhält. Das Fernsehen DRS berichtete in der Sendung „Schweiz aktuell“ vom 6. Juni 2009 natürlich gross über den Start der Petition „Gleiche Chancen für alle Familien“ und am 16. Juni 2010 –„seltsamerweise“ ausgerechnet am Tag nach der Einreichung – widmete das Schweizer Fernsehen dem Thema „Mamalesbisch, Papa schwul“ eine halbstündige Sendung „Reporter“. Auch die Presse war mit dabei: So brachten etwa die verschiedenen Ausgaben der Mittelland Zeitung am 9. Oktober 2009 eine ganze Seite mit dem Titel: „Glücklich mit Mami und Mami – Für Tausende von Kindern in der Schweiz ist das Leben mit gleichgeschlechtlichen Eltern gut gelebter Alltag“. Usw., usw.. Der Druck in Richtung Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ist durchaus ernst zu nehmen. Vor allem der Europarat will dieses unter dem Stichwort „Diskriminierung aus geschlechtlichen Gründen“ durchdrücken. Zudem ist eine lesbische Juristin daran, eine Klagegegen die Schweiz durch alle Gerichtsebenen nach Strassburg zu ziehen, weil die Schweiz „Regenbogenfamilien“ immer noch diskriminiere, indem sie homosexuelleAdoptionen nicht zulasse.

Tendenziöse Studie

Die Hauptargumente für ein solches Adoptionsrecht stützen sich auf eine deutsche Studie „Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“, die von der deutschen Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) in Auftrag gegeben worden war und 2009 vorgestellt wurde. Das Resultat sei positiv, den Kindern gehe es genau so gut wie innormalen Familien – so das Fazit. Die Studie enthält allerdings massive Mängel, zumal sie zum grössten Teil aus Selbstaussagen lesbischer Mütter besteht, welche in dieser Frage wohl kaum sehr objektiv urteilen dürften. Die Mängel der Studie wurden inzwischen von der Kinderärztin Christl Ruth Vonholdt in derUntersuchung „Kindeswohl nicht im Blick“ sauber analysiert (http://www.dijg.de/fileadmin/dijg-uploads/pdf/sonderdruck2009.pdf).

Der Bundesrat will Aufhebung des Inzestverbots. 

Noch ein gutes Stück massiver allerdings ist ein Vorschlag, welcher seitens des Bundesrates ans Licht kam. Am 10. Dezember 2010 nämlich lief die Vernehmlassungsfrist für das neue „Bundesgesetzüber die Harmonisierung der Strafrahmen im Strafgesetzbuch“ ab. Gutverpackt und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat die frühereJustizministerin Widmer-Schlumpf in die allgemeine Gesetzesrevision nämlich auch eine Aufhebung des Inzestverbots hineingeschmuggelt.  Gemäss Artikel 213 des Strafgesetzbuches wird nach heutigem Recht mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer mit einem Blutsverwandten in gerader Linieoder einem voll- oder halbbürtigen Geschwister den Beischlaf vollzieht. Miteiner Streichung des Artikels bliebe somit der einvernehmliche Beischlafzwischen blutsverwandten Erwachsenen (Eltern mit ihren erwachsenen Kindern,bzw. voll- oder halbbürtige Geschwister) in Zukunft unbestraft!  Zweifelhafte Argumentation  Als Grund für eine Streichung führt der Bundesrat an, dass eugenischeGründe für eine Beibehaltung von Art. 213 nicht ausschlaggebend sein könnten,weil es ja nicht in jedem Fall zu einer Schwangerschaft (und damit zureigentlichen Inzucht) komme. Zudem sei nicht blutsverwandten Personen, beidenen das Risiko von Erbkrankheiten bestehe, die Fortpflanzung ja auch nichtverboten. Auch sei die Integrität von Kindern und Jugendlichen mit den Artikeln187 bis 191 (Sexuelle Handlungen mit Kindern, Sexuelle Handlungen mit Abhängigen,Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Schändung) bereits gewährleistet.  Jedes Jahr kommt es aufgrund von Art. 213 StGB durchschnittlich zuimmerhin drei bis vier Urteilen – ganz abgesehen von der Dunkelziffer. Es istalso keineswegs so, dass der Inzest zahlenmässig irrelevant wäre. Zudem käme esja keinem in den Sinn, den Mord aus dem Strafrecht zu streichen, bloss weil eszu relativ wenigen Urteilen kommt.  Der Tatbestand in Art. 213 ist entgegen den Ausführungendes Bundesrates sehr wohl geeignet, den genetischen Risiken zu begegnen. Auchwenn der Beischlaf nicht notwendigerweise zur Schwangerschaft führt, nimmt dochdie Geburt eines Kindes mit nachteiligen, genetischen Anlagen zumindest inKauf, wer mit Blutsverwandten den Beischlaf ausübt.  Ein Zeichen für den moralischen Zerfall  Primär jedoch ist der Vorschlag auf Streichung des Inzestartikelssymptomatisch für den moralischen Zerfall in unserem Land. Tatsächlich gab esKulturen, in denen inzestuöse Verhältnisse in der Herrscherklasse – wie bei denägyptischen Pharaonen – aus endogamen Gründen (Schutz der Herrscherkaste)üblich waren. Der christlich-abendländischen Rechtstradition widerspricht diesjedenfalls völlig. Im Gegenteil: Diechristlichen Wertvorstellungen und die Bibel verurteilen den Inzest aufsSchärfste.

Der hl.Paulus brandmarkt diesen als besonders schweres Vergehen: Übrigens hört man von Unzucht unter euch ... dass nämlich einer mit der Frau seines Vaters lebt. Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir ... diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches" (1 Kor5,1.4-5). Inzest verdirbt die Beziehungen in der Familie und stellt einen Rückschritt zu tierischem Verhalten dar.Was kommt als Nächstes? Von der rechtlichen Anerkennung homosexueller „Ehen“ und einem damitverbundenen Adoptionsrecht war bereits die Rede. Schon bald wird wohl dieForderung kommen, dass auch die Zulassung einer „Ehe“ von Vater und Tochtereigentlich angebracht wäre. Wieso soll eigentlich die (einvernehmliche)Pädophilie verboten bleiben? „Kinder-“, bzw. „Knabenliebe“ gab es ja schon beiden alten Griechen. Wieso darf ich eigentlich nicht meinen Hund heiraten undmit ihm Geschlechtsverkehr haben?  Dem moralischen Zerfall in unserer Gesellschaft scheinen keine Grenzenmehr gesetzt zu sein, während sich die Familie schrittweise immer weiterauflöst und die Gesellschaft zerbricht. Es ist unsere Aufgabe, mit aller Kraftgegen diese verhängnisvolle Entwicklung anzukämpfen!   



von Dr. Heinz Gstrein, Präsident Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen der Schweiz

Der Jahreswechsel bietet immer wieder die Ermutigung zum Bruch mit schlechten Gewohnheiten und für einen Neuanfang, Verheisst uns doch Jesus Christus der Heiland: Sieh, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5). Das gilt nicht nur für unser persönliches, sondern noch mehr für das kirchliche Leben. Nicht in dem Sinn, dass es 2011 schon wieder Neuerungen nötig hätte. Daran haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon mehr als genug gehabt! Was der christlichen Schweiz not tut, ist ihre Erneuerung  und Verjüngung. Nicht nur die Gesellschaft, auch die Kirche ist in einen Zustand der Vergreisung geraten, deren Schwächezeichen müde Allgefälligkeit und angekränkelte Allbeliebigkeit, schwindender sittlicher Ernst und Mangel an innerer Kraft und Freude sind. Irdisch betrachtet alles Symptome unumkehrbarer Dekadenz eines einfach zu alt gewordenen Volkstums und seiner Kultur. Kinderfreudigkeit lasse sich da nicht mehr erzwingen, und das Ausufern, ja die Verherrlichung der Homosexualität, sei - wenn Schopenhauer recht hatte - nur eine Folge unseres einfach nicht mehr fortpflanzungswerten Erbgutes. So traurig war es schon einmal um die alten Griechen und Römer bestellt, wenn auch nicht ganz so schlimm. Gewiss waren in der Spaetantike Selbstmorde unheilbar Kranker, Abtreibungen und Knabenliebe genauso verbreitet wie das Laster, sich nach dem Essen durch künstliches Erbrechen für weiteres Schlemmen zu entleeren. Es wäre dem römischen Recht aber nie eingefallen, auch nur eheähnliche Gemeinschaften von Schwulen und Lesben zu sanktionieren oder den ärztlichen Eid des Hippokrates zum Schutz des Lebens von Ungeborenen wie Alten in Frage zu stellen oder auch nur “fristenlösig” und “sterbehelferisch” aufzuweichen. Jedenfalls konnten christliches Glauben und Leben wie vor allem das mutige Sterben der Märtyrer diesem morschen Altertum frisches Leben einflössen. Im Westen gingen zwar die Römer als Staat und Volk unter, ihre Kultur konnte jedoch verchristlicht in allem fortleben, was bis heute das Abendland ausmacht. Im Osten brachte es mit Byzanz und später innerhalb der orthodoxen Kulturgemeinschaft das Griechentum fertig, auch als Volk zu überleben. “Wie beim Adler erneuert sich deine Jugend”, hat  der Herr in Psalm 103,5 versprochen. Diese Verheissung gilt auch für das untergehende Abendland, für unsere entchristlichte Schweiz. Nur müssen auch wir, wie einst die Schweizergardisten in den Wirren der Französischen  Revolution, der so genannten sexuellen, multi-kultischen und interreligiösen Revolution von heute mutig die Stirn bieten, nach der eidgenössischen Devise “Tapfer und treu”!                                                                               

 
   
Top